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Welches 600mm Tele-Objektiv das Richtige für dich ist!

In den letzten Monaten habe ich alle 600mm Teleobjektive von Sigma für euch getestet und genauer unter die Lupe genommen. Bevor es an die Details geht noch ein paar Hintergrundinformationen für euch.
Alle Bilder sind freihand aufgenommen worden, da ich nie mit Stativ fotografiere und für euch einen möglichst authentischen Vergleich erzielen wollte. Zuvor habe ich bei der Sigma Optimization Pro Software die gleichen Einstellungen bei der Individualisierung von AF und OS für alle 3 Objektive gewählt.

Das Sigma 60-600mm hatte ich bei meiner Norwegen-Reise mit und das 150-600mm Sport und Contemporary auf meiner Ungarn-Reise dabei.

Fangen wir mit den Fakten an:

 


SIGMA 150-600MM CONTEMPORARY:

Das 150-600mm Contemporary sticht sofort durch sein niedriges Gewicht und seinen günstigen Preis hervor und ist, was das angeht, der eindeutige Sieger – doch wie sieht es im Praxistest aus?

Seit 2017 ist dieses mein Hauptobjektiv im Wildtierbereich, mit dem ich immer sehr zufrieden war und nie das Gefühl hatte, dass mir ein Motiv aufgrund der „Technik“ durch die Lappen ging. Beim direkten Vergleich mit den zwei andern Objektiven sind mir dann aber doch 2-3 Kleinigkeiten aufgefallen:

Der Autofokus ist langsamer als bei den anderen zwei Objektiven und vor allem bei recht kleinen Motiven (zB Eidechsen oder kleinen Vögeln) trifft der Autofokus nicht immer auf Anhieb und ist ein bisschen langsamer als seine zwei Konkurrenten. Auch der Bildstabilisator ist nicht ganz so „smooth“ und gut, wie bei den teureren Varianten. Doch dadurch, dass es fast 1kg leichter ist, gleicht sich das wieder aus und ich konnte keinen wahren Nachteil bzgl. Autofokus und Bildstabilisator feststellen, denn das ist mir erst beim direkten Vergleich während des Fotografierens aufgefallen. Bewegungsaufnahmen schafft man ohne Probleme mit diesem Objektiv.

 

Beim direkten Vergleich der RAW-Datei vom selben Motiv und derselben Lichtstimmung konnte ich erkennen, dass der Kontrast und die Farbwiedergabe bei der Contemporary-Version um einiges schlechter abschneidet als bei den beiden anderen. Vor allem die Schwarztöne sind deutlich milchiger.

 

WEITERE ERGEBNISSE:


SIGMA 150-600MM SPORT:

Die Sportversion des 150-600mm Objektivs ist ein ziemliches Schwergewicht, denn es bringt fast 3kg auf die Waage. Beim Fotografieren freihand macht sich das Gewicht schnell bemerkbar und ich musste öfters Pausen machen, als bei der leichteren Version und zusätzlich die Luft anhalten, um nicht zu verwackeln (Scharfschusstechnik).
Kleine Motive findet der Autofokus unglaublich schnell und lässt sich auch hier nicht so leicht von Gestrüpp beeinflussen. Auch der Bildstabilisator überzeugt bei diesem Gewicht und ist wirklich sehr gut.

Der Kontrast und die Farbwiedergabe sind sehr gut und man merkt hier einen deutlichen Unterschied zum 150-600mm C.

Im direkten Vergleich konnte ich aber leider auch feststellen, dass die Schärfe nie zu 100% sitzt. Um sicher zu gehen, dass das nicht an mir oder der Justierung liegt, habe ich einen Test mit einem Stativ und im Live-View Modus gestartet. Hier erkennt man deutlich, dass die C-Version um einiges schärfer ist.

 

WEITERE ERGEBNISSE:


SIGMA 60-600MM SPORT:

Das Sigma 60-600mm ist für mich ein wahrer Alleskönner. Durch seinen 10fach Zoom deckt er eine unglaubliche Bandbreite ab und auch die Qualität ist sowohl bei 60mm, als auch bei 600mm überzeugend. Vor allem auf meiner Reise in Norwegen fand ich es praktisch, dass ich damit auch Landschaftsbilder, bzw. Panoramen machen konnte und war erstaunt, wie gut das funktioniert hat.

Ein paar Minuspunkte gibt es wieder für das Gewicht, jedoch reduziert sich das Gesamtgewicht im Rucksack womöglich, da man seine Objektive reduzieren kann und nur mehr dieses und eventuell ein Weitwinkel braucht.

Die Schärfe hat mich auf Anhieb begeistert und auch der Bildstabilisator, der Autofokus und der Kontrast, sowie Farbwiedergabe überzeugen und sind von der Performance gleichwertig mit dem 150-600mm Sport. Der große Nachteil ist aber auch hier wieder im Gesamten das Gewicht, denn es ist nur 160g leichter als das 150-600mm Sport, jedoch wirkt es in seiner Verarbeitung um einiges kompakter.

 

WEITERE ERGEBNISSE:


ZUSAMMENFASSUNG:


FAZIT:

Bei meinem Test gab es so einige AHA-Momente und ich muss sagen, dass ich im Nachhinein immer noch sehr zufrieden mit der Wahl meines Objektives von damals bin, da ich oft überlegt habe „Was wäre wenn?“.

Das Sigma 150-600mm Contemporary hat unangefochten das beste Preis-Leistungsverhältnis und durch sein Gewicht ist es für Menschen, die viel unterwegs sind, wandern oder ausschließlich freihand fotografieren, um flexibler zu bleiben, die beste Wahl. Ein größerer Minuspunkt war der Kontrast, jedoch braucht es nur ein paar Anpassungen in  Lightroom oder Photoshop und davon merkt man nichts mehr. Verglichen zu der Sportversion ist es mir auf jeden Fall wichtiger, dass die Schärfe sitzt, denn hier kann ich nur in selten Fällen im Nachhinein noch etwas „retten“. Wenn ich in RAW fotografiere, dann muss sowieso ein wenig nachbearbeitet werden – da ist der fehlende Kontrast oder die schlechtere Farbwiedergabe bei der C-Version kein Mehraufwand.

Das 60-600mm  Sport ist ein absoluter Allrounder und definitiv eine Überlegung wert. Würde es ein bisschen weniger wiegen, dann würde ich sofort auf dieses Objektiv wechseln, da es mich in allen Bereichen, außer dem Gewicht, absolut überzeugt hat. Wenn du also sowieso mit Stativ fotografierst, oder dir das zusätzliche Gewicht nichts ausmacht, dann würde ich dir von allen drei Objektiven definitiv dieses Empfehlen.

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